Viele Tausend Pilger bei der abendlichen Lichterprozession.
Viele Tausend Pilger bei der abendlichen Lichterprozession.
April 2011,

Pilgerfahrt der Generationen endete in der Karwoche

Balver Gruppe war mit großer Pilgerfamilie in Lourdes

Am Donnerstag vor Palmsonntag setzte sich einer der größten Pilgerzüge aus Europa von Paderborn aus zum südfranzösischen Marienwallfahrtsort Lourdes in Bewegung.

Balve - Lourdes. Sechs Mitglieder der Balver Malteser Jugend sowie einige Erwachsene Pilger aus Balve fuhren mit 850 Pilgern aller Altersstufen im Sonderzug oder flogen per Flugzeug von Paderborn-Lippstadt nach Südfrankreich.

In diesem Jahr begleiten Weihbischof Matthias König und Malteser-Diözesanseelsorger Msgr. Prof. Dr. Peter Schallenberg mit weiteren Geistlichen die große Pilgerschar. Besonders war auch die seelsorgliche Begleitung und medizinische Unterstützung der schwerst kranken und behinderten Pilger durch Ärzte, Pfleger und Sanitäter des Malteserordens und Malteser Hilfsdienstes, zum Teil in einem speziellen Lazarettwagen. Insgesamt 98 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer standen bedarfsgerecht zur Verfügung, um den Bedürftigen Hände und Füße zu sein.

Auf der Hinfahrt war der Zwischenstopp in Trier sowie die Feier der Eröffnungsmesse im Trierer Dom ein besonderes Highlight. Auch der Gang durch die Porta Nigra wird den Teilnehmern in guter Erinnerung geblieben sein.

In Lourdes erwartete die Pilgerschar eine Vielzahl von Veranstaltungen, wie das Aufstellen der Pilgerkerze an der Grotte zu Lourdes, die täglichen Hl. Messen in den verschiedenen Kirchen und die stimmungsvollen abendlichen Lichterprozessionen.

Am Palmsonntag erlebten die Paderborner Pilgerinnen und Pilger eindrucksvoll den Einstieg in die Heilige Woche gemeinsam mit vielen Tausend Pilgern aus aller Welt. Die geistliche Pilgerleitung, Weihbischof Matthias König stand dabei der internationalen Messe als Hauptzelebrant vor. Zum dritten Mal in Folge gestalteten Jugendliche der Paderborner Pilgergruppe das Passionsspiel während dieses Pontifikalamtes und brachten auf eindrucksvolle Weise den Pilgern das Leiden und Sterben Jesu Christi näher.

Begeistert und anerkennend äußerte sich Weihbischof Matthias König über das Engagement der vielen Jugendlichen, die immer wieder gerne Dienste als Ministranten übernommen sowie Kranken und Behinderten geholfen haben.

"Die Muttergottes von Lourdes hat sicher mitgeholfen, dass die Jugendlichen sich ganz darauf eingelassen haben und in Stille gebetet haben." sagt Norbert Scheckel, Diözesanjugendseelsorger der Malteser im Erzbistum Paderborn nach dem nächtlichen Besuch der Lourdes Grotte mit 200 Jugendlichen. Für die jungen Mitpilger gab es zusätzlich zum normalen Pilgerprogramm jeden Tag eigene Angebote, wie z. B. das Kreuzweggebet bei Nacht über den Kalvarienberg, der nächtliche Besuch der Lourdes-Grotte und Bastelangebote während der langen Zugfahrt. Immer wieder sorgten die Jugendlichen für ordentlich Stimmung mit Musik und Gesang auch außerhalb der Gottesdienste.

Auf der Rückfahrt dieser siebentägigen Pilgerreise legte der Sonderzug noch einen Zwischenstopp in Köln ein, um im Hohen Dom zu Köln einen Abschlussgottesdienst zu feiern. Mit Unterstützung der Malteser aus Köln, konnten auch alle Kranken und Behinderten daran teilnehmen, die in Rollstühlen in den Dom gefahren wurden.

Alle Teilnehmer und besonders das Leitungsteam des Pilgerzuges sind überaus zufrieden mit dem Verlauf dieser Wallfahrt der Generationen. "Von vielen Seiten haben wir Lob und Anerkennung erhalten und die Jugendlichen haben diese Pilgerfahrt in besonderer Weise bereichert." freut sich Raimund Neuhaus, Diözesanreferent Ehrenamt und Mitorganisator über diese wundervolle Pilgerfahrt.

Eine große Zahl der Pilger von Jung bis Alt freut sich schon jetzt auf die 32. Pilgerfahrt, die im Jahre 2012 wieder über Palmsonntag stattfinden wird.

Die Jugendlichen helfen gerne den kranken und behinderten Pilgern.
Die Jugendlichen helfen gerne den kranken und behinderten Pilgern.
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